3. Werkstatträte-Konferenz NRW

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Wir haben jetzt Mitbestimmung – wie gehen wir damit um? WRKNRW_2017_020

Am 20. September 2017 trafen sich in den Räumen des LWL in Münster unter der Leitung der Delegierten der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte über 250 Werkstatträte aus ganz NRW zum Abschluss der laufenden Wahlperiode um über die Folgen des neuen Bundesteilhabegesetzes und hier insbesondere der Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) für die weitere Zukunft zu sprechen. Im Mittelpunkt standen dabei die erweiterten Mitbestimmungsmöglichkeiten und ihre praktische Umsetzung, die Stellung der Vertrauensperson und die Frauenbeauftragten.

Gäste und Gastgeber der Werkstatträtekonferenz

Gäste und Gastgeber der Werkstatträtekonferenz in Münster (von links). Heinz-Jürgen Uffmann, Marlies Wiesemann, Martina Lindner-Wöhning, Dr. Edmund Heller, Ute Wegner, Konstantin Fischer, Christoph Schnitzler, Wolfgang Cremer, Martin Kisseberth und Ulrich Adlhoch

 

Gäste waren neben Ulrich Adlhoch, der Leiter des LWL-Integrationsamtes in Vertretung von  Matthias Münning,, dem Sozialdezernenten des LWL und Vorsitzenden der überörtlichen Träger der Sozialhilfe u. a. der neue Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und  Soziales (MAGS) Dr. Edmund Heller, Wolfgang Cremer zuständiger Landesfachbereichsleiter  von Verdi Süd aus Düsseldorf und Martin Kisseberth von Werkstatträte Deutschland.

In einer Diskussionsrunde mit den Experten ging es um das Frage, wie geht Mitbestimmung im Arbeits-Alltag? Das Recht des Werkstattrates von der Werkstatt ausführlich und vor allem angemessen informiert zu werden stand hier im Vordergrund. Martina Lindner-Wöhning ermutigte die Werkstatträte an dieser Stelle, die Initiative zu ergreifen und selbst Themen auf die Tagesordnung zu bringen, mit der Geschäftsführung besprochen  werden müssen. 

Unweigerlich führte die Diskussion zur Vermittlungsstelle. Wenn der Werkstattrat sein Recht auf Mitbestimmung einfordert, führt das früher oder später zu Konflikten. Konstantin Fischer riet zur frühzeitigen Einrichtung einer Vermittlungsstelle und verglich die Situation mit einem Feuerlöscher. Es sei besser den Feuerlöscher im Brandfall gleich zur Hand zu haben als in erst im Fachhandel bestellen zu müssen.WRKNRW_2017_320 

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die Vertrauensperson des Werkstattrates unter die Lupe genommen. Kommt sie besser aus der Werkstatt oder sucht sich der Werkstattrat eine externe Vertrauensperson? Tanja Lohmeier von der LAG WR NRW sprach dazu keine konkrete Empfehlung aus, riet aber den Werkstatträten, dies hauptsächlich am Vertrauen, das der Werkstattrat zu dieser Person haben sollte, festzumachen.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Ute Wegner bei allen Teilnehmern und verwies auf die nächste Werkstatträte-Konferenz, die 2019 stattfinden werde.

Weitere Bilder zu der Veranstaltung sind in der Bildergalerie zur Werkstattkonferenz zu finden. Eine Ausführliche Dokumentation mit den vollständigen Videobeiträgen ist hier auf der Internetseite der LAG WR NRW zu finden. 

Auf der Seite der BAG:WfbM ist ebenfalls ein Bericht über die Veranstaltung zu finden.

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