Interview von Ute Wegner zu der Gehaltsaffäre in der Duisburger WfbM

Ute Wegner

Unsere Vorsitzende, Ute Wegner, hat mit einem Mitarbeiter einer Zeitung gesprochen.
So ein Gespräch nennt man Interview.

Die Zeitung heißt „Wohlfahrt intern“.
Die Zeitung wird für die Chefs, z.B. der Lebenshilfe und der Caritas, geschrieben.

In dem Gespräch ging es um die Chefin einer Werkstatt in Duisburg.
Die Chefin der Werkstatt hat viel mehr Lohn für ihre Arbeit bekommen als Chefs aus anderen Werkstätten.
Sie sagte selbst, dass sie das in Ordnung findet, was sie verdient.

Die meisten anderen Menschen finden das nicht in Ordnung.

Deshalb wurde unsere Vorsitzende gefragt, was sie darüber denkt.

Ist der Lohn in Ordnung, den die Chefin einer Werkstatt in Duisburg erhalten hat?
Soll jeder Mensch wissen, was die Chefs von Werkstätten verdienen?

Ute Wegner sagte dazu in dem Gespräch mit der Zeitung:

„… Die Höhe des Gehalts der Geschäftsführerin der Duisburger Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist nicht angemessen, wie sie selbst behauptet. Nur zum Vergleich: Das sind etwa 40.000€ mehr als die Bundeskanzlerin Angela Merkel verdient. Und sehr viel mehr als die Beschäftigten in den Duisburger Werkstätten wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben verdienen werden. … Wir fordern schon seit langem, mehr als nur eine Aufwandsentschädigung zu zahlen.

Das nun alle Werkstattchefs ihre Gehälter offen legen sollen, ist natürlich Quatsch. Eine solche Regel sollte, wenn, dann überall gelten, wo Geld vom Staat fließt. …“

Quelle:   WOHLFAHRT intern; Ausgabe 9; 2018  www.wohlfahrtintern.de

Einen Kommentar schreiben