Mehr Geld für Beschäftigte in WfbM

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Seit dem 01.01.2017 gibt es ein höheres Arbeits-Förderungs-Geld. Die Bundes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM) hat dazu folgendes Schreiben veröffentlicht:

Nicht nur das Arbeits-Förderungs-Geld wurde erhöht. Bei Werkstatt-Beschäftigten, die Grundsicherung erhalten, werden jetzt nicht mehr 25 % sondern 50 % des übersteigenden Werkstätten-Entgeltes geschont. Das Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz e.V. (NITSA) stellt dazu auf seiner Seite „Fragen und Antworten zum Bundes-Teilhabe-Gesetz“ einen Einkommens-Rechner für Grundsicherungs-Empfänger zur Verfügung. Bei der Eingabe des Werkstatt-Entgeltes, solltet ihr darauf achten, dass ihr vorher das Arbeits-Förderungs-Geld abzieht.

Den Einkommens-Rechner findet ihr unter:  „Fragen und Antworten zum Bundes-Teilhabe-Gesetz“.

Hier müsst ihr nacheinander folgende blauen Felder anklicken:

Was ändert sich für mich beim Einkommen?
Ich erhalte Grundsicherung
Wie berechnet sich mein Eigenbeitrag aus dem Werkstatt-Lohn?

 

 

 

 

 

4 Kommentare zu Mehr Geld für Beschäftigte in WfbM
  1. Und jetzt ist das Bundesteilhabgesetz endlich mal da! Viele mögen es nicht. Man muss aber feststellen, dass es dennoch einige Erleichterungen mit sich bringt. Diese Erleichterungen betreffen meist die erwerbstätigen Menschen. Die Schwerbehindertenvertretung in Betrieben wird gestärkt. Das heißt, die schwerbehinderten Mitarbeiter bekommen mehr Unterstützung und so wird ihre Teilhabe an dem gesellschaftlichen Leben ausgebaut (Quelle: http://blog.betriebsrat.de/schwerbehindertenvertretung/das-bundesteilhabegesetz-und-die-staerkung-der-schwerbehindertenvertretung/ ). Berufstätig zu sein ist nicht nur aus finanziellen Gründen wichtig. So bleibt man nicht alleine am Tag und hat die Möglichkeit persönlich zu wachsen, neue Menschen kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Das stärkt auch das eigene Selbstbewusstsein. Deswegen finde ich, dass das neue Gesetz eine neue Methode der Integration einführt. Zusätzlich zur Sozialhilfe, die man passiv bekommt, hat man die Chance, in diesem Leben selbst etwas zu erreichen. Finde ich gut.

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    • Tanja Lohmeier
      20. März 2017 um 11:40

      Hallo Sören,
      wir als Werkstattbeschäftigte finden auch nicht alles schlecht am Bundesteilhabegesetz.
      Dein Beispiel trifft auf uns leider nicht zu. Wir heben an dieser Stelle eher die Erhöhung des Arbeitsförderungsgeldes oder die Mitbestimmung in der Werkstättenmitwirkungsverordnung (WMVO) hervor.
      Natürlich sind für uns aber auch die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte wichtig.
      Mit freundlichen Grüßen
      das Team der Homepage

  2. Hier passiert (so zumindest in unserer Werkstatt) das was im August schon bei der Erhöhung des Grundbetrages geschehen ist.
    Die Erhöhung des Grundbetrages im August letzten Jahres wurde zwar von unserer Werkstatt ohne Senkung des Steigerungsbetrages übernommen, nun aber mit der Erhöhung des Arbeitsförderungsgeldes wurde bei allen, welche darauf Anspruch haben, der Steigerungsbetrag um den entsprechenden Betrag gekürzt.
    Da fragt man sich, was solche Gesetze und Bestimmungen für einen Zweck haben, wenn am Ende nichts dabei herauskommt? Wohl den, dass die Politiker es sich auf die Fahne schreiben können, was sie Tolles entschieden haben, um die „Einkommenssituation der Werkstattbeschäftigten zu verbessern“.
    Faktisch gibt es also in unseren (und sicher auch anderen) Werkstätten nach wie vor das gleiche Geld wie zuvor.
    Ach nein… stimmt nicht ganz… der Beitrag für die Pflegeversicherung wurde mit Jahresbeginn ebenfalls erhöht. Es gibt also einige Cent weniger.
    Und dann sind da noch die Krankenkassenbeiträge welche ebenfalls erhöht wurden. Diese gehen allerdings von der Erwerbsminderungsrente ab, welche sicher auch die meisten Werkstattmitarbeiter erhalten.
    Alles in allem gib es trotz der Erhöhungen um 5,00 € und 26,00 € am Ende weniger als zuvor.

    Antworten
    • Tanja Lohmeier
      28. Februar 2017 um 11:27

      Hallo Bernd,
      dass was du da schreibst ist für uns unglaublich und nicht nachvollziehbar!
      Teile uns doch einmal bitte mit, wo du arbeitest, damit wir der Sache nachgehen können!
      Mit freundlichen Grüßen
      Tanja Lohmeier


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